Was macht WAVES neben Bitcoin, Dash und Ethereum so vielversprechend?

Die Kryptowährung Waves gehört zu den womöglich unterbewertesten digitalen Währungen auf dem aktuellen Crypto-Markt.

Warum ist Waves so unbekannt?

Ein Großteil der Internetnutzer hat noch nie etwas über Waves gehört. Dies liegt unter anderem daran, dass diese Kryptowährung auf wenigen Börsen gehandelt wird. Weder auf Poloniex, Kraken oder Bitfinex. Warum ist das so? Es gibt viel Spekulation weshalb Waves nicht auf diesen Börsen gehandelt wird, obwohl sie zu den Top 20 Blockchain Assets gehört und vor kurzem sogar unter den Top 10 gelistet war. Einer der ausschlaggebenden Gründe wird wohl die Decentralized Exchange (DEX) sein. Diese dezentralisierte Handelsbörse ist direkt im Ökosystem der Waves Platform eingebettet und ist ein individuelles Hauptmerkmal der Plattform. Aktuell gehört diese Börse zu den Top 100 unter den über 800 gelisteten Handelsplattformen auf Coin Market Cap. Die Waves DEX stellt einen direkten Konkurrenten zu den bekannten Handelsplätzen dar und daher ist anzunehmen, dass die etablierten Börsen diese nicht unbedingt zu weiterer Bekanntheit verhelfen wollen. Waves ist die einzige Kryptowährung in den Top 20, die nicht auf Poloniex gelistet wird, obwohl der technologische Aufbau im Gegensatz zu anderen Währungen wesentlich fortgeschrittener ist und ein stabiles Handelsvolumen auf der Bittrex-Börse aufweist.

Was sind die Hauptmerkmale von Waves?

Einer der größten Vorteile ist die bereits genannte Waves Decentralized Exchange (DEX). Viele verlieren das Vertrauen in zentralisierte Handelsplätze. Warum sollten wir einer zentralen Stelle unsere Kryptowährung anvertrauen? Eines der ursprünglichen Ziele des Bitcoins war es, diese Art der Zentralisierung zu umgehen. Somit sind dezentralisierte Handelsplätze ein wichtiges Hauptmerkmal für die zukünftige Entwicklung innerhalb Blockchain basierter Währungen.

Das einzigartige Paarungssystem innerhalb der Waves DEX ermöglicht es, jedes beliebige Asset für einen Handel zu nutzen, soweit dieses in der Waves Blockchain registriert ist. Somit benötigt man nicht mehr unnötigerweise vom Bitcoin-Wallet hin und her zu “switchen” sondern kann alles direkt im Kontext des eigenen Waves Wallet erledigen.

Derzeit arbeiten mehr als 20 hauptberufliche Entwickler der Waves Plattform unter anderem daran, die grafische Oberfläche der DEX komplett zu modernisieren. Das neue Client Interface wurde vor kurzem veröffentlicht und steht als Beta für jeden frei zugänglich zur Verfügung. In wenigen Sekunden ist ein neues Waves Wallet eingerichtet.

Waves Beta Client

Die neue Waves Client GUI in der Betaversion

Gateways für Fiat-Währungen

Innerhalb des Waves Wallet ist es nicht nur möglich diverse Assets direkt in der DEX zu handeln, sondern auch Fiat-Währungen wie USD und EUR miteinzubeziehen. Nach einer Verifizierung  der eigenen Personalien ist es möglich, sowohl EUR als auch USD direkt in das eigene Wallet zu übertragen und auch wieder abzuheben. Die türkische Leitwährung soll in Kürze folgen. Durch die Gateway-Technologie ist es möglich, nicht nur WAVES, sondern jeden anderen anerkannten Token (wie derzeit z.B. Bitcoin, Litecoin, ZCash und Ethereum) innerhalb der Waves Platform über Fiat-Währung zu handeln. Somit entfällt der lästige Umweg über andere große anerkannte Börsen wie z.B. Bitcoin.de oder Kraken.

Initial Coin Offerings

In den letzten Monaten waren sogenannte Initial Coin Offerings ein großes Gesprächsthema insbesondere in den Communities der Kryptowährungen. Über diese crowdbasierte Finanzierungsmethode lassen sich relativ schnell neue Start-Up Unternehmen oder Projekte mit liquiden Geldmitteln ausstatten und Anteile ausschütten.

Das Ökosystem der Waves Platform macht solche ICOs besonders einfach, da für die Kosten eines WAVES Token ein eigenes Asset innerhalb der Waves Blockchain erstellt werden kann.

Es wurden bereits einige größere ICOs auf der Waves Platform verwaltet und gelaunched. Einige Beispiele wären z.B. MobileGO, Incent, EncryptoTel, ZrCoin, Tokes, Darcrus, PrimalBase, Starta, und CryptoPing. Das Waves Team bietet auch ein Framework auf deren ICO Startup Hub an, um hierbei unterstützend tätig zu sein.

Ebenfalls wurde zur Regulierung des ICO-Marktes eine Partnerschaft mit Deloitte abgeschlossen.

Leasing

Waves nutzt das sogenannte Leased Proof of Stake System, welches jedem Nutzer erlaubt, eine bestimmte Menge an WAVES Tokens an einen Knoten (Node) innerhalb des Netzwerkes zu “verleihen” bzw. zu “leasen”. Im Gegenzug dazu erhält man einen Anteil der Berechnungsgebühren für die Ausführung von neuen Transaktionen im Netzwerk. Man kann dies mit klassischem “Mining” vergleichen, jedoch muss dazu der eigene Rechner nicht im Betrieb sein oder eine Node verwaltet werden. Generell findet im Waves Netzwerk kein Mining von neuen Token statt, da die Umlaufmenge jedes Assets fest definierbar ist. Lediglich die Transaktionen müssen, wie auf einer Blockchain üblich, von Nodes berechnet und bestätigt werden.

Durch die Vorteile des Leasing sorgt die Plattform auch dafür, dass eine große Menge an Waves innerhalb des eigenen Netzwerkes residiert, anstatt auf anderen Handelsplätzen wie z.B. Bittrex.

Ebenso können die Transaktionsgebühren nicht nur in Waves gezahlt werden, sondern in jedem anderen Asset, welches von den Nodes akzeptiert wird, wie z.B. WavesGo, Mercury, Ripto Bux oder andere.

2-Klick Asset Erstellung

Innerhalb nur weniger Sekunden kann ein eigenes Token bzw. Asset auf der Blockchain angelegt werden. Derzeit betragen die Kosten hierfür 1 WAVES. Dieses Token kann quasi alles repräsentieren und ist sofort auf der DEX handelbar. Somit müssen keine Entwickler angeheuert werden, die eine eigene Blockchain-Implementierung aufsetzten und verwalten. Ebenso fallen keine Unkosten an, um auf einer Börse gelistet zu werden.

Vor einigen Monaten hat z.B. die Burger King Kette in Russland ein Royalty System für ihre Kunden eingeführt, welches als WhopperCoin auf der Waves Platform verwaltet wird.

Technologie

Die Waves Platform ist meiner Meinung nach eine der fortschrittlichsten Implementierungen der Blockchain-Technologien, die sich derzeit auf dem Markt befinden. Das gesamte Team besteht aus professionellen Mitarbeitern, die hauptberuflich für das Projekt tätig sind und aktuelle Entwicklungswerkzeuge  und Frameworks für dessen Umsetzung einsetzen.

Der Kern der Waves Platform wird hierbei in Scala entwickelt und in Kooperation mit Microsoft in der Azure-Cloud gehostet. Der sehr benutzerfreundliche Client ist sowohl per Browser erreichbar, als auch per Android oder iOS App nutzbar. Wobei die Browser-Implementierung u.a. Googles AngularJS Framework nutzt.

Die Waves Platform ist ferner über eine REST-API für Entwickler ansprechbar und ausführlich dokumentiert.

Die schnellste Blockchain am Markt?

Neben all den bereits genannten Vorteilen ist hier noch nicht Schluss. Denn als bisher einzige Blockchain-Implementierung hat die Waves Platform das NG-Protokoll implementiert und erfolgreich getestet. Durch diese Optimierung an der Blockchain ist es möglich, bis zu mehrere Tausend Transaktionen pro Minute durchzuführen und somit an die Geschwindigkeit von etablierten Online-Bezahldiensten wie z.B. VISA oder PayPal heranzukommen.

Das NG-Protokoll wurde ursprünglich für Bitcoin von Emin Gün Sierer entwickelt, jedoch nie implementiert.

Aktuell befindet sich das neue Protokoll in der Akzeptanzphase und wird voraussichtlich am 22. Dezember auf dem gesamten Netzwerk aktiviert.

Waves Statistik

Waves – Zahlen und Fakten

Zukünftige Pläne

Das Waves Team hat noch viele weitere Features im Backlog. Unter anderem wurden folgenden Erweiterungen angekündigt:

  • Winter-Frühling 2018
    • Smart Contracts (nicht Turing-complete)
    • Hardware Wallets (wie z.B. Trezor)
    • Mobile Apps Updates
    • Dezentrales Voting
    • Simple Messaging
  • Frühling-Sommer 2018
    • Atomic Swaps
    • Voting (im Front-End)
  • Sommer-Herbst 2018
    • Messaging, off-chain, front-end
  • Herbst-Winter 2018
    • neuer Lite-Client
    • Smart Contracts (Turing-complete)

Daneben gibt es eine grobe Roadmap, die u.a. State Storage Optimization, anonyme Transaktionen, Multisignaturen und weiteres vorsieht.

Weiterhin ist davon auszugehen, dass weitere Projekte angekündigt und Fiat-Gateways implementiert werden.

Zusammenarbeit mit der russischen Regierung

Mitte des Jahres nahm Sasha Ivanov (Geschäftsführer der Waves Platform) am International Economic Forum in St. Petersburg teil. Dort nahmen unter anderem hochrangige Beamte teil, die scheinbar bis 1 Uhr morgens über die Potenziale der Blockchain-Technologie diskutierten. Die russische Partei “Partiya Rostiya” hat bereits ihr eigenes Upcoin-Projekt gestartet und Vladimir Putin scheint sehr begeistert über die technologischen Möglichkeiten zu sein. Da das Büro des Waves-Team direkt in Moskau in der Nähe des Kremls liegt, ist es durchaus anzunehmen, dass hier enge Kontakte geknüpft werden und die offiziellen Entscheidungsträger Waves im Gegensatz zur in Singapur ansässigen Ethereum Blockchain vorziehen werden.

Ferner machen die Russen im Gegensatz zum deutschen IT-Umfeld generell große Fortschritte in der Adoption der Blockchain. So ist zum Beispiel der russische Milliardär und Politiker Boris Titov ein geschäftlicher Ombudsmann, der dem russischen Präsidenten den jährlichen Bericht des Entrepreneurs’ Rights vorgestellt hat.

Titov ist ein passionierter Unterstützer der Waves Platform und macht deutlich, dass er und andere Regierungsbeamte zur Waves Platform stehen. Mitte des Jahres haben Titov und Ivanov eine Vereinbarung unterzeichnet, die die Einrichtung eines neuen ICO Inkubators mit dem Namen “People of Growth” auf der Waves Blockchain vorsieht.

Fazit

Diese Kurzvorstellung der Waves Platform beleuchtet nur einen kleinen Teil vom Potenzial und den generellen Möglichkeiten. Die Plattform befindet sich noch nicht einmal in Version 1.0 und bietet bereits jetzt viele Funktionen, von denen andere Blockchain-Implementierungen wohl nur Träumen können. Es geschieht derzeit sehr viel um Waves. Nahezu jeden Tag gibt es spannende Neuigkeiten und Entwicklungen. Die tatkräftigen Entwickler bringen die Waves Platform Tag für Tag näher in eine Position, in der Waves die erste Wahl für neue Blockchain-Projekte sein könnte.

Vor wenigen Tagen stieg der Kurs eines WAVES Token bereits bis über 11 Euro. Anhand der aktuellen Entwicklung wird der Kurs also wohl in den nächsten Monaten noch weiter an Fahrt aufnehmen. Aber auch die anderen Assets, wie zum Beispiel der “Waves Community Token”, sind spannende Anlagen, die heute schon einen realistischen Nutzen haben, und nicht nur als Spekulationsobjekt angesehen werden können. Noch versteckt sich die Waves Platform und hält sich zurück. Doch es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Version 1.0 veröffentlicht und die Werbetrommel gerührt wird.

Bis dahin wird der CEO und das Team wohl weiterhin mit guter Arbeit überzeugen und für weitere Überraschungen sorgen.

Das Team hat einen öffentlichen Slack-Channel, einen Telegram News Channel, Twitter und Facebook. Sasha Ivanov hält die Gemeinde über seinen eigenen Kanal zusätzlich auf dem Laufenden. Die internationale Community ist auf dem zugehörigen Telegram Channel sehr aktiv und hilfsbereit, um Neueinsteiger in die Welt der Waves Platform einzuführen.

Ebenso gibt es einen deutschen Telegram Channel.

 

 

 

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